
Die beiden Fassungen der Energieeinsparverordnung, die EnEV 2002 und EnEV 2004, haben das Energiesparen im Wohnungsbau zu einer Aufgabe des Baurechts gemacht. Zu erreichen sind die Energieziele im Hochbau vor allem durch Wärmedämmverbundsysteme (WDVS), zum Teil in Kombination mit anderen Techniken der Energieeinsparung und -gewinnung.
Im gleichen Zug erhalten die „anerkannten Regeln der Technik“, die Normen und technischen Richtlinien, die in den Verordnungen genannt sind, einen noch stärkeren Stellenwert als bisher. Die technische Seite wird dadurch aufgewertet, mehr, als sie es bisher war. Und damit kommt auch die technische Kompetenz des Handwerks neu ins Bewusstsein.
Die Planung eines WDVS braucht solide Informationen. Über die Außenwände des Gebäudes, das Wandmaterial, die Lage und Belastung durch Sonne, Regen, Wind und Wetter. Über die Nutzung des Gebäudes und die Lage der Wohnräume, eventuell Gewerbe- und Nebenräume, Treppenhäuser, Fenster- und Türflächen. Über verschiedene WDVS-Systemlösungen, Materialalternativen von Dämmstoff, Befestigungstechnik, Armierung und Oberputz.
Das gilt bei der Sanierung und Modernisierung bestehender Gebäude in noch stärkerem Maß als im Neubau. Hier sind die Voraussetzungen, die das Gebäude mitbringt, weit schwieriger zu analysieren. Alte Gebäude haben ihre Geschichte, die sich in Änderungen und Umbauten, Abnutzungen und Schäden zeigt. Und die durch ein WDVS verstärkte Außenhülle macht zahlreiche Anpassungen notwendig, bei Dachüberhängen, Fensterbänken, Laibungen und vielem mehr. Für die fachgerechte Ausführung braucht man großes bautechnisches Wissen und handwerkliches Können.
Was es zu beachten gilt und wie man das Projekt WDVS richtig angehen kann, zeigen die beiden SAKRET Broschüren zu Wärmedämm-Verbundsystemen „Energieeffizienz im Neu- und Altbau“ und „Grundlagen der Verarbeitung“.