Qualifikation + Betriebsführung

Kosten sparen will gelernt sein

Kosten sparen will gelernt sein

Intelligente Ansätze zur Kostenoptimierung

Kostenreduzierung ist sicherlich wichtig, jedoch nicht um jeden Preis. Stellt sich die Frage: Wo ansetzen?

1.) Beim Material kann man an der falschen Stelle sparen, denn es korrespondiert immer auch mit der Verarbeitung. Billigere Produkte sind wegen eines zeitlichen Mehraufwandes „in der Tat“ vielleicht teurer, als die bisher gebrauchten. Dazu kommt die Gefahr der Minderqualität. Wie steht es mit der Gewährleistung? Welche Fristen sind vereinbart und welche lassen sich guten Gewissens vereinbaren, ohne Gefahr, dass die gesamte Werkleistung wegen des Billigeinkaufs in die Knie geht?!

2.) Zu den Werkzeugen, neudeutsch „Equipment“ – gehören auch Fahrzeuge und Hilfsmittel. In diese Kalkulation gehen neben den Verbrauchskosten (Sprit, Strom) auch die Tauglichkeitsqualitäten ein, über die sich die Effizienz und Lebensdauer definiert. Prinzipiell gelten hier die gleichen Überlegungen, wie beim Material.

Ohne auf weitere Einsparquellen (Personal, Verwaltung, Auftrags-, Baustellen- und Kommunikationsmanagement, u.a.) einzugehen, wird schnell klar, dass es keine „richtigen Kosten“ zum Einsparen gibt, sondern nur optimal abgestimmte Kosten. Deshalb ist für jeden Betrieb eine eigene Optimierungsstrategie zu entwickeln. Dafür müssen die Kostenstrukturen insgesamt analysiert und die Wechselwirkung jedes Kostenblocks in Bezug auf den gesamten Geschäftsbetrieb abgeprüft werden. Eine universale Gesamtlösung kann es wegen der unterschiedlichen Betriebsstrukturen nicht geben, vielmehr erfordert die nachhaltige Optimierung des Gesamten immer ein zweckmäßiges Verketten von intelligent optimierten Einzelmaßnahmen.

Dabei ist die Organisation und Struktur des Unternehmens ausschlaggebend für die individuelle Vorgehensweise. Allerdings funktionieren zwei Optimierungsprinzipien in jedem Fall: Verschwendung muss generell vermieden werden, was schon beim Bemühen hilft, Leistungen bei möglichst gleichem Kostenansatz zu erhöhen. Die notwendigen Eingriffe erfordern zwingend das aktive Einbeziehen aller Beteiligten, denn ohne ein Verständnis, dass Veränderungen letztlich dem Wohle „ihrer“ Arbeitsstätte und ihres zu sichernden Einkommens dienen, werden Mitarbeiter weder in der eigenen Aktivität noch emotional „mitzunehmen“ sein. Steuern betriebsfremde Unternehmensberater die Optimierungsprozesse, müssen die „Optimierer“ zwingend auch mit raus auf die Baustellen, wo das Geld verdient oder vielleicht verplempert wird. Allein in der Theorie beschlagene „Orgaprofis im Drehstuhl“ sind beim Bauhandwerk im wahrsten Wortsinn „Fehl am Platze“ …

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