
Die Unsicherheit wegen der Finanzmarkt- und Bankenkrise ist groß, ganz besonders in der Baubranche, die seit Jahren auf eine Trendwende mit etwas Wachstum wartet. Und nun?
Angesichts der prognostizierten Konjunkturflaute hängt die Bauwirtschaft zumindest in Teilen vollends am Tropf von verunsicherten Investoren und Bauherren. Aktuelle Stellungnahmen von höchster Stelle raten zu abwartender Vorsicht. Laut Finanzminister Steinbrück ist derzeit „jede Entwarnung falsch“, denn trotz des schnell geschnürten Rettungspakets für die Banken habe die Regierung keineswegs alles unter Kontrolle. Vor diesem Hintergrund vermittelt zumindest das Gespräch des ZDB (Zentralverband Deutsches Baugewerbe) mit Vertretern des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DGSV) sowie dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) ein wenig Zuversicht.
Demnach ist von dieser Seite keine Kreditklemme bei der mittelständischen Bau- und Unternehmensfinanzierung zu befürchten. Ihre beispielhafte Einlagensicherung beschert diesen Instituten derzeit einen regen Kundenzulauf mit entsprechendem Kapitalzufluss im Gefolge. „Bei uns wird die Finanzierung von Bauprojekten deshalb nicht an fehlenden Kreditmitteln scheitern“, versprechen einhellig die klassischen Hauptbanken des Baugewerbes. Es werde auch keine Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die Kreditvergabe und in Richtung der Ratinganforderungen geben. So weit, so gut, erstmal – ob allerdings die Verbraucher angesichts der zu erwartenden negativen Wirtschaftsentwicklung auf die Kreditoptionen zugreifen werden, bleibt abzuwarten.