Wohnungsbau + Nichtwohnungsbau

Zweistelliges Plus im Nichtwohnungsbau

Zweistelliges Plus im Nichtwohnungsbau

Dem Auftragspolster hilft eine schnelle Genehmigung

Zwar kommt das Wort "Wohnungsbau" auch im Begriff "Nichtwohnungsbau" vor, aber davon abgesehen hatten die beiden Sparten auch im zweiten Quartal 2008 wenig gemeinsam. Im Gegensatz zum vor sich hin schwächelnden Wohnsektor sind in diesem Zeitraum die Genehmigungszahlen im Nichtwohnungsbau im Vergleich zum Vorjahresquartal um rund 14 Prozent gestiegen.

In Gesamtdeutschland wurden 13.908 Nichtwohngebäude genehmigt, davon sind rund 64 Prozent Neubauten. Etwa 84 Prozent der genehmigten Bauvorhaben betreffen die alten Bundesländer. Bei den Büro- und Verwaltungsbauten legte zwar die Objektstatistik gegenüber dem Vorjahr "nur" um 5,7 Prozent zu – allerdings macht ein massiver Zuwachs an Nutzfläche (38,4 Prozent) und Rauminhalt (34,7 Prozent) bei Bürobauten die freundliche Entwicklung deutlicher. Auch bei landwirtschaftlichen Betriebsgebäuden war der Zugewinn an genehmigter neuer Fläche (35,8 Prozent) und Raum (41,1 Prozent) gegenüber dem zweiten Quartal 2007 besonders groß. Angesichts der aktuellen Entwicklung ist allerdings bis auf Weiteres kaum absehbar, ob und wann geltende Baugenehmigungen von den Antragstellern auch in Bauvorhaben umgesetzt werden. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Unternehmen und Privatleute mit dem Baubeginn erst mal abwarten, bis sich die künftigen Marktverhältnisse deutlicher abzeichnen. Dessen ungeachtet kam der Wohnungsneubau mit einem Genehmigungsplus von 1,2 Prozent auch im zweiten Quartal 2008 nicht in die Puschen. Den hauchdünnen Zuwachs verdankt der Sektor hauptsächlich den weiterhin zunehmenden Bestandsmaßnahmen und einer erfreulichen Gesamtentwicklung im Osten, wo der Neubau deutlich gewonnen hat und Bestandsmaßnahmen deutliche Zuwächse bis 75 Prozent verzeichneten.

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