Daten und Fakten

Baugewerbe begrüßt Konjunktur-Investitionen

Baugewerbe begrüßt Konjunktur-Investitionen

Förderprogramme schaffen Beauftragung legaler Arbeit

Wegen der Finanzkrise droht fürs nächste Jahr ein Konjunktureinbruch, der auch das Handwerk treffen wird. Als Gegenmaßnahme bringt die Politik nun erste Ideen für Konjunktur stützende, beziehungsweise Konjunktur belebende Maßnahmen ins Spiel.

„Grundsätzlich begrüßen wir den Vorstoß von Bundesminister Wolfgang Tiefensee, auch mit Bauinvestitionen die Konjunktur ankurbeln zu wollen“ äußerte sich hierzu am 22. Oktober 2008 der Hauptgeschäftsführer des ZDB (Zentralverband des Deutschen Baugewerbes) Prof. Dr. Karl Robl. Mit den ins Auge gefassten Investitionsanreizen ließen sich ja auch andere Ziele verfolgen, wie zum Beispiel Modernisierungsmaßnahmen in Richtung Energieeinsparung und zum Klimaschutz. Bei allen Förderprogrammen sollte aber ganz klar die Förderung von legaler Arbeit im Focus stehen, was bei KfW-Förderungen nicht immer einwandfrei geregelt ist.

Das Baugewerbe schlägt deshalb vor, die drei Steuerabzugsbeträge für allgemeine haushaltsnahe Dienstleistungen, für Pflegeleistungen und für Handwerksleistungen von je 3.000 Euro zu einem einzigen Betrag zusammenzufassen und auf 20.000 Euro aufzustocken. Ähnliches ist bereits im Entwurf eines Familienleistungsgesetzes für die haushaltnahen Dienstleistungen und für Pflegeleistungen vorgesehen. Überdies wäre es investitionsrelevant, wenn der Steuerabzugsbetrag von 20 auf 25 Prozent steigen würde. So mancher private Haushalt würde auch größere Vorhaben in Angriff nehmen, wenn für eine Investition von 20.000 Euro bis zu 5.000 Euro Steuern gespart werden könnten. Vermutlich ist noch nicht in Politikerkreise gedrungen, dass gerade im favorisierten Sektor Energieeffizienz mit 3.000 Euro „kein sonderlicher Staat“ zu machen ist, was durchaus wörtlich verstanden werden darf…

Zentralverband des Deutschen Baugewerbes
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